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Kräutertee statt Verdauungsschnaps

Schnaps gilt noch immer als Hausmittel bei Magenproblemen – zu Unrecht. „Von hochprozentigen Alkohol-Kräuter-Präparaten oder Verdauungsschnaps rate ich ab“, betont Evelyn Schulz-Geldmacher, Apothekerin in Borken, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. „Alkohol verzögert die Magenentleerung.“ Menschen mit Diabetes drohen zudem Unterzuckerungen. Bei Völlegefühl empfiehlt Schulz-Geldmacher stattdessen Tees oder Tinkturen mit Heilkräutern, „welche die Verdauung beeinflussen“.

Grundsätzlich sollte man der Apothekerin zufolge bei wiederkehrenden oder stärkeren Magenbeschwerden und in Zweifelsfällen immer zum Arzt. „In anderen Fällen berate ich die Kunden zu rezeptfreien Medikamenten.“ Ihre Empfehlung richte sich dabei nach dem individuellen Problem. „Bei Sodbrennen helfen Arzneien, die die Magensäure binden oder ihre Produktion blockieren.“ Manche Betroffenen fühlten sich besser, wenn sie Verdauungsenzyme einnehmen. „Krampflösende Wirkstoffe helfen vor allem, wenn Magenbeschwerden bei Stress auftreten.“

Beim Tee sind Spezialitäten und Premium gefragt

Tee entwickelt sich zu einem Zeitgeist-Getränk, das wie kaum ein anderes für die Entschleunigung des Alltags steht. Dabei wird nicht nur nach der Yoga-Stunde, sondern auch in hippen Lounges und in der Spitzengastronomie Tee getrunken. Das Interesse an Spezialitäten und qualitativ hochwertigen Premium-Produkten ist gestiegen, berichtet der Deutsche Teeverband in Hamburg im Jahresbericht 2016. Die Zahlen beziehen sich auf Tee im eigentlichen Sinne, der vom Teestrauch „Camellia sinensis“ stammt und Schwarzen sowie Grünen Tee einschließt.

Der Teekonsum ist auf einem Rekordniveau: Im Jahr 2016 hat jeder Deutsche 28 Liter getrunken. Das liegt auch an den Ostfriesen, die Spitzenwerte von 300 Litern erreichen und damit sogar die Briten mit rund 200 Litern übertreffen. Das wichtigste Erzeugerland für den deutschen Markt ist Indien, gefolgt von China. Gemeinsam liefern sie rund die Hälfte der gesamten nach Deutschland importierten Teemenge.

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Wie der Tee nach Europa kam

Der Legende nach wurde Tee bereits vor knapp 5.000 Jahren in China entdeckt. Aber erst vor gut 400 Jahren gelangte er erstmals nach Europa. Heute ist Tee nach Wasser das beliebteste Getränk weltweit und ein wichtiges Handelsgut. Drehscheibe des europäischen Teegeschäfts ist die Hansestadt Hamburg.

Per Zufall vor über 5.000 Jahren entdeckt

Der chinesische Kaiser Shennong, der zu den sog. „legendären chinesischen Urkaisern“ zählt, gilt als Entdecker des Tees. In China war es damals (ca. 3000 Jahre vor Christus) bereits üblich, das Trinkwasser abzukochen und mit pflanzlichen Zusätzen zu aromatisieren. Die Legende sagt, dass Shennong den Genuss des Tees entdeckte, als eines Tages Blätter von einem Strauch des Palastgartens in das kaiserliche Trinkwasser fielen. Wie von Zauberhand verfärbte sich das Wasser goldbraun. Der Kaiser kostete das durch Zufall entstandene Getränk und war von dem wunderbar herben Geschmack sowie der wohltuenden Wirkung sehr angetan. Hinter dem bis dahin unbekannten Gewächs verbarg sich ein Teestrauch.

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Tee als Digestif – Der neue Trend in Deutschland

Wer kennt es nicht, man hat in fröhlicher Runde mit Freunden ein köstliches Essen in mehreren Gängen genossen, und spätestens nach dem Dessert fühlt man sich müde und ein wenig zu satt. Jetzt ist ein Digestif das einzig Wahre, ein Getränk, das man zur Förderung der Verdauung nach dem Essen zu sich nimmt.

Es muss aber nicht immer Alkohol oder Espresso sein: Gönnen Sie sich und Ihren Freunden einmal etwas ganz Besonderes und kredenzen Ihnen Tee! Sehr empfehlenswert als „Anreger nach dem Essen ist zum Beispiel ein „Assam-Shot“, der „kleine Kräftige“ aus Assam Tee. Für den größeren Schluck eignet sich ein „Double Shot“, also ein Doppelter. Ein „Assam-Shot“ rundet als absolutes Highlight das Menü ab und gibt ihm durch sein wunderbares Aroma eine angenehme Note zum Abschluss.

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Die Wundermittel in Matcha und anderen grünen Tees: Wissenswertes über Catechine

Grüner Tee enthält sie und sie leisten wichtige Dienste für unsere Gesundheit – aber was genau sind eigentlich Catechine und welche positiven Wirkungen haben sie auf unseren Körper?

Was sind Catechine und wie wirken sie auf den Körper?

Catechine sind Bitterstoffe aus Pflanzen und gehören zur Gruppe der Flavonoide, die wiederum zur übergeordneten Gattung der Polyphenole gehören. Besonders bekannt sind sie für ihre starken Fähigkeiten als Radikalfänger.

gesundheit

Freie Radikale werden im Körper gebildet, indem UV-Strahlung, Schadstoffe oder Chemikalien auf ihn einwirken. Gibt es zu viele freie Radikale im Körper, so werden die Zellen geschädigt, es kommt zu verfrühten Alterserscheinungen und auch die Entstehung einiger Krankheiten, besonders solche, die das Herz-Kreislaufsystem betroffen, werden häufig mit einem Übermaß an freien Radikalen im Körper in Verbindung gebracht. Catechine fangen diese Radikale ab und hemmen so ihre schädliche Wirkung – ein natürlicher Anti-Aging Effekt, und zugleich eine wirksame Unterstützung bei der Vermeidung von Krankheiten.

Weiterhin sollen Catechine auch die Senkung des Cholesterinspiegels unterstützen, das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken, zur Vorbeugung von Parkinson und Alzheimer sowie zur Verhinderung von Karies beitragen sowie bei Durchfall helfen, indem sie Durchfall verursachende Bakterien hemmen.

EGCG im Matcha Tee: Ein ganz besonderes Catechin

Als besonders wertvolles Catechin gilt das Epigallocatechin-Gallat (besser bekannt als EGCG), welches zwar in jedem grünen Tee enthalten ist, aber dessen Konzentration im Matcha Pulver deutlich höher ist als in anderen Grünteesorten.

In den letzten Jahren hat sich besonders die Krebsforschung mit diesem Stoff auseinandergesetzt. Experimente an Tieren zeigten, dass EGCG die Tumorvergrößerung und die Bildung von Metastasen hemme und auch der Entstehung eines Tumors vorbeuge. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass die Forschungen hier zwar interessante Ergebnisse liefern, aber noch am Anfang stehen und Matcha Tee  zu trinken natürlich niemals eine Krebstherapie ersetzen, sondern nur ergänzen kann.

In welchen Lebensmitteln sind Catechine enthalten?

Tatsächlich finden sich Catechine vor allem im grünen Tee, wo sie 30 bis 40 Prozent des Gewichts der getrockneten Teeblätter ausmachen. Somit ist grüner Tee das Lebensmittel, welches die konzentrierteste Menge an Catechinen enthält.

weintrauben

Außerdem sind auch in Weintrauben, Äpfeln und Birnen Catechine enthalten. Da die Schalen reicher an Catechinen sind als die geschälten Früchte, sollten diese Obstsorten wenn möglich immer mit Schale gegessen werden. Eine gute Nachricht für Schokofans und Weintrinker am Schluss: Auch dunkle Schokolade und Rotwein enthalten Catechine. Wars also mal wieder eine Tafel oder ein Glas zu viel, lässt sich zumindest mit Catechinen gut für die kleine Sünde argumentieren.