Grüner Tee bei Magenbeschwerden

Sodbrennen, Völlegefühle, Blähungen, Übelkeit – in der Magengegend können wir allerlei Schmerzen und unangenehme Gefühle empfinden, und die meisten Menschen kennen sie aus eigener Erfahrung. Sie können vielfältige Ursachen haben, zum Beispiel Stress, verdorbenes oder zu fettiges Essen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Magenschleimhautentzündungen, und gehen oft von selbst wieder vorbei, wenn der Stress sich legt, die unbekömmliche Speise verdaut ist oder die nicht verträglichen Lebensmittel gemieden werden. Doch die Zeit, bis die Magenschmerzen endlich wieder weg sind, kann nervenaufreibend sein, vor allem für Menschen mit empfindlichem Magen, die immer wieder mit Magenbeschwerden zu kämpfen haben.

Doch zum Glück gibt es einige Lebensmittel und Hausmittel, die bei Magenschmerzen lindernd wirken und Magen und Darm beruhigen. Eines davon ist grüner Tee.

Die Gerbstoffe im grünen Tee wirken beruhigend

Die Gerbstoffe, die im grünen Tee enthalten sind, auch genannt Tannine, wirken beruhigend, wenn der Magen unruhig und nervös ist. Besonders gut klappt das, wenn man den Tee länger ziehen lässt, sodass sich die Gerbstoffe lösen und das enthaltene Koffein binden – auch wenn das heißt, dass der Tee dadurch bitterer wird und nicht mehr ganz so gut schmeckt.

Außerdem können die Gerbstoffe im grünen Tee auch gegen (leichten) Durchfall helfen, weil sie Wasser binden, sowie aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung Magen- und Darmschleimhautentzündungen lindern.

Grüner Tee kann Magenübersäuerung entgegenwirken

Ist der Magen übersäuert, kommt es oft zu sehr unangenehmem und schmerzhaftem Sodbrennen. Eine Tasse Grüner Tee kann in diesem Fall helfen: Er reduziert dank des in ihm enthaltenen Magnesiums und Aluminiums überschüssige Magensäure, wirkt so natürlich der Übersäuerung entgegen und das Sodbrennen wird gelindert. Weitere bekannte und sehr wirksame Hausmittel gegen Sodbrennen sind übrigens Natron und Backpulver!

Grüner Tee hilft gegen Darmpilze

Im Grünen Tee sind Inhaltsstoffe enthalten, die antimykotisch wirken: Catechine, Flavenole und Alkaloide. Dadurch können Darmpilze (zumindest teilweise) beseitigt werden. Außerdem tragen diese Inhaltsstoffe ganz allgemein zu einer gesunden Darmflora bei – und ist diese gesund, können Darmpilze gar nicht erst wachsen. Bei der Darmsanierung, deren Ziel eine Wiederherstellung der Darmflora ist, passt grüner Tee also wunderbar als Ergänzung. Und selbst wenn es keine Probleme mit angegriffener Darmflora oder Darmpilzen gibt, ist grüner Tee eine angenehme Vorbeugungsmaßnahme.

Darmpilze führen übrigens nicht nur zur Unterzuckerung und dadurch zu Heißhunger auf Süßes und andauernde Müdigkeit, sondern können auch starke Blähungen und Durchfall nach sich ziehen.

Vorsicht: Koffein in grünem Tee kann auch Magenschmerzen verursachen

Doch leider kann auch das Gegenteil der Fall sein: Manchmal kann grüner Tee sogar die Ursache für Magenschmerzen sein. Denn ein häufiger Grund für einen „schlechten Magen“ ist Koffein, und der ist in grünem Tee bekanntlich enthalten. Deshalb sollten Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, mit dem Genuss von grünem Tee sparsam sein oder ihn länger ziehen lassen, damit sich die Wirkung des Koffeins nicht mehr entfalten kann. Kompletter Verzicht ist meist aber nicht nötig.

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