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Die Teepflanze Camellia Sinensis

Als „Tee“ bezeichnen wir in der Regel heiße Getränke zum Aufgießen, die aus unterschiedlichen Pflanzen und Pflanzenteilen gewonnen werden. Tatsächlich ist dies aber nicht korrekt, denn streng genommen gibt es „die eine“ Teepflanze, die Camellia Sinensis, aus welcher grüne, schwarze, aber auch die etwas selteneren weißen und gelben Tees hergestellt werden.

Alle anderen Kräuter- und Früchtetees sind dementsprechend keine „richtigen“ Tees – was für den Genuss dieser Getränke natürlich vollkommen egal ist, aber dennoch möchten wir heute den Fokus auf „echten“ Tee legen und Ihnen gerne etwas über diese besondere Pflanze Camellia Sinensis erzählen.

Botanische Fakten zur Teepflanze

Die Teepflanze gehört zur Pflanzengattung der Kamelien und ist als solche Teil der Familie der Teestrauchgewächse. Camellia Sinensis gibt es in verschiedenen Varietäten als Sträucher und Bäume, die zwischen 1,5 und 30 Meter hoch werden. Sie sind immergrün und tragen von Oktober bis Februar weiße Blüten mit kleinen gelben Haaren. Sie wachsen von Natur aus in verschiedenen Ländern Asiens und Afrikas, wo die Sommer feucht und heiß, die Winter trocken und kühl sind. Dazu gehören Teile Japans, Chinas und Indiens sowie Korea, Thailand, Vietnam und Laos.

Zwei der Camellia Sinensis Varietäten werden hauptsächlich für die Gewinnung von Tee verwendet: Die ältere der Varietäten, die den schlichten Beinamen „sinensis“ trägt, eignet sich besonders für die Herstellung von grünem Tee. Die Varietät Camellia Sinensis var. assamica wurde erst im 19. Jahrhundert entdeckt und wurde schnell die Pflanze für schwarzen Tee, da ihre Blätter mehr Gerbstoffe enthalten. Weil sie jedoch auch deutlich größer und dementsprechend ertragreicher sind als die Blätter der Camellia Sinensis, werden heutzutage gerne Hybride aus beiden Pflanzen angebaut.

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Die Gewinnung von Tee aus der Camellia Sinensis

Die Blätter der Teepflanze werden in der Regel frisch gepflückt und je nach Teesorte unterschiedlich weiterverarbeitet. Soll Pulver für Matcha Tee aus der Pflanze werden, so werden die Sträucher einige Wochen vor der Ernte beschattet, damit sich besonders viel Chlorophyll bildet, welches für den besonderen Geschmack von Matcha Tee verantwortlich ist. Je hochwertiger und teurer ein Tee ist, umso sorgfältiger ist höchstwahrscheinlich auch die Auswahl der Blätter sowie ihre Weiterverarbeitung. So gibt es zum Beispiel die „orthodoxe Produktion“ von Schwarzem Tee, bei welcher nur die oberste Blattknospe sowie die beiden darauffolgenden jüngsten Blätter verwendet werden und auch die hochwertigsten Grünen Tees bestehen aus den zartesten Teeblättern.

Die Teepflanze Camellia Sinensis im Garten anbauen?

Mit etwas Aufwand lässt sich die Teepflanze tatsächlich auch zuhause im eigenen Garten anbauen. Wichtig ist, dass die Pflanze genügend Platz für ihre umfangreichen Wurzeln hat und oft frisches Wasser bekommt, denn sie gehört zu den „durstigen“ Pflanzen. Auch ein passender Dünger ist notwendig. Nach der Ernte sollten Sie Ihre Teeblätter an einem gut gelüfteten Ort trocknen und aufpassen, dass sie nicht von Schimmel befallen werden. Bedenken Sie aber, dass das Klima in Deutschland eben nicht so ganz dem entspricht, was eine Teepflanze liebt, und auch die Geheimnisse des Teeanbaus sowie die feinen Unterschiede bei der Herstellung verschiedener Teesorten kennen vermutlich nur die Teebauern im fernen Osten aus vielen Generationen Erfahrung. Wer aber den Umgang mit Pflanzen liebt und es einfach gerne mal ausprobieren würde, seinen eigenen Tee anzubauen, für den ist es sicherlich einen Versuch wert. Alle anderen können ihren köstlichen Tee im Fachhandel kaufen oder sich in unserem Onlineshop Erfrischungsgetränke mit Matcha Tee bestellen.

Tee trinken: Welcher Tee eignet sich für welche Tageszeit?

Tee ist ein wunderbares und vielseitiges Getränk, welches es in allen möglichen Variationen gibt: Neben den „echten“ Teesorten schwarzer und grüner Tee, die beide aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen werden, sind natürlich auch all die „teeähnlichen Getränke“ aus unterschiedlichsten Kräutern und Früchten nicht zu vergessen, die meistens der Einfachheit halber ebenfalls als Tee bezeichnet werden.

Tee ist ungesüßt nicht nur vollkommen kalorienfrei, sondern kann je nach Sorte auch die unterschiedlichsten Wirkungen haben. Und da es nicht immer einfach ist, auf die täglich empfohlene Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern zu kommen, sollte die tägliche Tasse Tee nicht fehlen – wobei es gerne auch mehr sein kann. Denn ein leckerer und wohltuender Tee trinkt sich natürlich leichter als fades Wasser. Doch welcher Tee passt warum zu welcher Tageszeit?

Grüne und schwarze Teesorten für den Morgen

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Dadurch, dass die „echten“ Teesorten grüner und schwarzer Tee Koffein enthalten, eignen sie sich als Wachmacher am Morgen. Zugleich ist ihr Koffeingehalt deutlich niedriger als der von Kaffee, entsprechend muss man beim Teekonsum auch nicht ganz so aufpassen wie beim Kaffee. Außerdem ist das Koffein im Tee an Gerbstoffe gebunden, die mit der Aminosäure L-Theanin wirken, weshalb es deutlich besser verträglich ist. Dieselben Gerbstoffe sind übrigens auch wohltuend für den Magen und den Darm. Ob lieber schwarzer oder grüner Tee getrunken wird, ist natürlich Geschmacksache, wobei aber der Vorteil von grünem Tee nicht außer Acht gelassen werden sollen: Grüner Tee hilft dank seiner Antioxidantien bei Hautproblemen und verlangsamt die Hautalterung. Besonders Matcha Tee, den es auch mit weiteren Zutaten versehen in unserem Onlineshop gibt, ist sehr reich an Antioxidantien.

Leckere und den Stoffwechsel anregende Kräuter- und Früchtetees für die Mittagszeit

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Mittags und Nachmittags bieten sich verschiedene Kräuter- und Früchtetees an. Hier sollten Sie sich einfach mal durch die verschiedenen Sorten probieren. Ob Zimt-Orange, Dattel-Feige oder ein klassischer Pfefferminztee – vielleicht finden Sie ja Ihren Lieblingstee? Auch wenn dem so sein sollte, wird übrigens empfohlen, die Kräuterteesorte öfter mal zu wechseln. Wird immer nur derselbe Tee in rauen Mengen getrunken, könnte er ungewünschte Wirkungen entfalten, die er in Maßen genossen nicht hätte.

Einige Tees sind für ihre charakteristischen Wirkungen bekannt. So soll Ingwertee den Stoffwechsel ankurbeln, Kamillentee (lauwarm getrunken) für einen angenehmen Körpergeruch sorgen und Misteltee (ebenfalls lauwarm getrunken) zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen.

Beruhigende Kräutertees für den Abend

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Wer sich am Abend eine Tasse Tee gönnt, braucht etwas, das ihn beruhigt und auf einen erholsamen Schlaf vorbereitet. Koffeinhaltige Tees sind deshalb natürlich für den Abend nicht geeignet, Ihren Lieblingsfrüchte oder –kräutertee können Sie aber gerne trinken.

Es gibt spezielle „Gute Nacht“-Teemischungen für den Abend zu kaufen, allerdings lassen sich aus den passenden Kräutern auch selbst beruhigende Mischungen herstellen. Passende Kräuter sind Baldrian, Lavendel, Fenchel und Melisse. Wer abends auch seinen Magen etwas beruhigen möchte, kann Tee aus Himbeerblättern oder Lindenblüten trinken.

Wichtig ist prinzipiell, Tee immer mit kochendem Wasser aufzugießen, um Keime abzutöten. Wer dies tut und seine Kräuterteesorten regelmäßig wechselt, kann mit Tee erfreulich wenig falsch machen.