Koffeinhaltig, aber gut bekömmlich: Warum Matcha anders wirkt als Kaffee

Beide sind koffeinhaltig und gelten als effektive Wachwacher, und dennoch unterscheiden sie sich grundlegend: Der altbewährte Kaffee und der japanische Grüntee Matcha, der ihm seit einiger Zeit ganz schön Konkurrenz macht.

Das hat gute Gründe: Matcha schmeckt nicht nur milder und ist deshalb vor allem für Menschen eine tolle Alternative, die mit dem herben, bitteren Kaffeegeschmack ein Problem haben, sondern ist trotz seines recht hohen Koffeingehaltes gesund, gut verträglich und macht nicht nur wach, sondern sorgt zugleich auch für Entspannung.

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Koffeinwirkung in Kaffee und Matcha: Wo liegt der Unterschied?

Kein Wunder, dass vor allem Menschen, die morgens nur schlecht wach werden, das Haus nicht verlassen möchten, ohne vorher ihren Kaffee getrunken zu haben. Denn Kaffee wird besonders für seinen schnellen und starken wachmachenden Effekt hoch gepriesen. Vor allem Espresso, der Koffein in hoher Konzentration  enthält, wirkt sehr schnell. Das Problem ist, dass dieser Effekt auch sehr schnell wieder nachlässt. Viele Kaffeetrinker werden die typische Nervosität kennen, die von der nachlassenden Kaffeewirkung kommt und sie dazu veranlasst, eine weitere Tasse zu trinken.

Wer stattdessen Matcha Tee trinkt, verspürt die wachmachende Wirkung erst später, aber dafür hält sie auch länger an. Matchatrinker werden nach kurzer Zeit nicht nervös, weil sie eine weitere Portion brauchen, sondern können entspannt und konzentriert arbeiten.

Wie kommt diese unterschiedliche Wirkung zustande?

Das Koffein in Kaffee und im Matcha Tee ist an unterschiedliche Stoffe gebunden: In Kaffee an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex, im Tee an Polyphenole.

Der Chlorogensäure-Kalium-Komplex setzt das Koffein sofort frei, sobald es mit der Magensäure in Berührung kommt. Die Polyphenole hingegen binden es solange, bis beides im Darm angekommen ist. Erst jetzt gelangt das Koffein ins Blut und kann wirken – dafür eben aber auch anhaltender.

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Grüner Tee allgemein und Matcha im Besonderen enthält außerdem die Aminosäure L-Theanin, welche die Wirkung des Koffeins nicht nur abmildert, sondern vor allem in Kombination mit ihm sehr positiv wirken soll, zum Beispiel im psychischen Bereich auf die Lern- und Konzentrationsfähigkeit sowie gegen Stress und Anspannung. Aber auch in physischer Hinsicht soll die Koffein-L-Theanin-Mischung gut sein, etwa für Lungen, Bronchien, das Herzkreislaufsystem, die Nieren und viele weitere Organe und Vorgänge im Körper.

Matcha oder Kaffee? Wie wärs mit Matcha und Kaffee!

Wer morgens müde ist, möchte natürlich nicht irgendwann wach werden, sondern möglichst bald. Außerdem lieben viele Menschen auch einfach den herben, würzigen Geschmack von Kaffee und echte Feinschmecker schwören auf ihre Lieblingssorten.

Deshalb sagt auch niemand, dass man Kaffee komplett gegen Matcha Tee austauschen soll, denn schließlich können sich die beiden Energielieferanten wunderbar ergänzen – wie wäre es zum Beispiel zuhause mit einer Tasse Kaffee und nach Ankunft in der Arbeit mit einer Portion Matcha, welcher dann noch Zeit hat, seine Wirkung zu entfalten, bevor Sie wieder müde werden? Am Nachmittag können Sie ja abwechseln: Mal ein leckerer Cappuccino, dann wieder ein köstlicher Matcha Latte.

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